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Kündigung des Mietverhältnisses, weil der Vermieter nicht antwortete
So kann man sich eine Antwort nicht erzwingen!

Eine Mieterin stellte einen Antrag, ihre Wohnung untervermieten zu dürfen. Sie hatte einen Mietvertrag, aus dem sie so schnell nicht rauskommt und wollte für einige Zeit zu ihrer Tochter in eine andere Stadt ziehen. Sie hatte bisher noch keinen Untermieter, den sie ihrem Vermieter vorschlagen konnte. Der Vermieter reagierte nicht auf ihren Antrag. Hierin sah sie vermutlich die Gelegenheit, ihr Mietverhältnis vorzeitig zu kündigen. Sie stellte erneut einen Antrag und gab darin gleich kund, wenn er ihr erneut nicht antworte, gehe sie davon aus, dass er einen Untermieter ablehne. Der Vermieter gab ihr wieder keine Antwort, das nahm die Mieterin als Kündigungsgrund.

Der Vermieter zog vor Gericht. Die Richter stellten fest, dass die Kündigung unwirksam sei. Nur weil der Vermieter nicht reagiert, kann man nicht davon ausgehen, dass er die Einwilligung verweigert. Nur wenn der Vermieter prinzipiell die Untervermietung ablehnt, kann der Mieter das Mietverhältnis vorzeitig beenden. Grundsätzlich muss der Untermieter vom Vermieter akzeptiert werden. Wenn der Vermieter den Untermieter ablehnt, ist das auch kein Kündigungsgrund.

Urteil des Landgerichts Gießen, 28.6.1999 AZ 1 S 53/99

Quelle www.nachbarschaftsstreit.de

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