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Appell der Fahrerlaubnisbehörden
Freiwilliger Führerscheinverzicht!

Die Fahrerlaubnisbehörden erhalten regelmäßig Mitteilungen über Verkehrsteilnehmer, die durch eine unsichere Fahrweise auffallen oder Verkehrsunfälle verursacht haben. Ursache dieser Auffälligkeiten sind häufig altersbedingte Leistungs- und Reaktionsdefizite.

In diesen Fällen muss die Fahrerlaubsnisbehörde die Fahreignung durch eine amts- bzw. fachärztliche Untersuchung oder durch eine medizinisch-psychologische Begutachtung überprüfen. Hierfür entstehen der betreffenden Person Kosten von bis zu 600 DM. Belastend ist diese Begutachtung insbesondere dann, wenn das Gutachten zu einem negativen Ergebnis kommt und die Fahrerlaubnis gebührenpflichtig entzogen wird.

Der Gesetzgeber hat im Bereich der Fahrerlaubnisklasse C und deren Unterklassen (ehemals Klasse 2 und Teilbereiche der Klasse 3) ab dem 50. Lebensjahr regelmäßige ärztliche und augenärztliche Untersuchungen vorgeschrieben. Für die anderen Fahrerlaubnisklassen gibt es keine Pflicht, regelmäßig Untersuchungen durchführen zu lassen.

Jedem Verkehrsteilnehmer wird außerdem eine große Eigenverantwortung zugeschrieben: Wer sich infolge körperlicher und geistiger Mängel nicht sicher im Verkehr bewegen kann, darf aus eigener Verantwortung nicht am motorisierten Straßenverkehr teilnehmen. Die Fahrerlaubnisbehörden gehen den Meldungen von Fahruntüchtigkeiten nach, deren Folge häufig die Entziehung bzw. der freiwillige Verzicht der Fahrerlaubnis ist.

Wer freiwillig aud seine Fahrerlaubnis verzichten möchte, muss lediglich bei der Fahrerlaubnisbehörde den Führerschein abgeben und eine Verzichtserklärung unterschreiben.

Die Gründe, die zum Verzicht auf die Fahrerlaubnis bewegten, müssen nicht angegeben werden. Kosten entstehen nicht und der Betroffene kann mit Recht von sich behaupten, verantwortungsvoll und vorbildlich gehandelt zu haben.

(Aus einem Appell der Führerscheinstelle des Landratsamtes Bodenseekreis)

Quelle: Der Bodensee SENIOR 9/2000

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